Die Mildenburg wurde um 1200 vom Mainzer Erzbischof als östliche
Grenzsicherung seines Einflussbereiches auf dem nördlichen Vorsprung des
Greinbergs errichtet. Der aus Buckelquadern erbaute Bergfried ist der
älteste Teil der Burganlage. Er ist an der meistgefährdeten Stelle, dem
ansteigenden Hang gegen Süden, angelegt. Das heutige Wohngebäude mit hohem
Dach und Treppengiebel wurde 1390-1396 durch den Erzbischof Konrad von
Weinsberg errichtet. Die Burg wurde mehrfach erweitert bzw. nach der
Zerstörung im Markgrafenkrieg durch den Erzbischof Daniel Brendel von
Homburg (1555-1582) teilweise wieder aufgebaut. Die Burg diente bis ins 18.
Jahrhundert als Sitz der erzbischöflichen Burggrafen. 1803 fiel die Burg an
den Fürsten von Leiningen. Von 1807-1979 war sie in Privatbesitz, seit 1979
ist sie im Besitz der Stadt Miltenberg. Neben der außerordentlich schönen
Aussicht von der Burgterrasse aus auf die Stadt und in das Maintal, bietet
die Burg sehenswerte Steindenkmale im Burghof.
E 009° 15.058 |