Am 29. September 1732, dem Michaelstag, wurden Odenwald und Taubertal von verheerenden Unwettern heimgesucht. Die zeitgleichen Hochwässer rissen in Bürgstadt Ober- und Untermühle weg, dazu die 1538 errichtete steinerne Brücke, die etwa an der Stelle der heutigen neuen Erfbrücke gestanden hatte.
Auch die Ölmühle bei der Mittelmühle versank in den Fluten; deren tonnenschweren Läuferstein hat man 1983 im Erfbett gefunden und jetzt am Ufer aufgestellt. Daneben steht auch der Grundstein des 1881 errichteten Wehres der Mittelmühle.
Noch 1732 wurde ein Holzsteg an der Stelle der heutigen alten Erfbrücke gebaut. Am gleichen Ort errichtete man 1734 eine massive Holzbrücke, die 1738 ein Steinpflaster bekam. Der damals gesetzte Grundstein ist heute noch flussab im Mauerwerk an der Miltenberger Auffahrt zu sehen.
1753/54 erbaute die Gemeinde die Steinbrücke nach einem Entwurf des Miltenberger Baumeisters Johann Martin Schmitt; die Bauausführung lag jedoch in den Händen des Amorbachers Christian Wolff.
1953 musste die Brücke flussauf um 1,5 Meter verbreitert werden, dabei hat man die alten Werksteine wieder verwendet.
Ein barocker Bildstock, flussauf an der Bürgstadter Auffahrt, erinnert an die Toten des „Michelswassers“ von 1732, den Untermüller Fath und seinen Sohn. Gestiftet hat ihn der überlebende Sohn Johann Blasius, der zum Dank für seine Errettung ins Miltenberger Franziskanerkloster eintrat.
Die wohl seit 1754 vorhandene Nepomukstatue hat man leider in den sechziger Jahren mehr schlecht als recht erneuert.