Hier, im früheren „Lauersend“, wohnten zwischen 1550 und 1750 die gutbetuchten Bürgstädter. Dies ist heute noch an der Bebauung zu erkennen: aufwändig gestaltetes Fachwerk, dazwischen große Sandsteintorbögen. Steinbauten sind häufig Zeugnisse zunehmenden Wohlstands (z.B. Nr. 37), nicht selten aber auch Zeichen von Raumnot, denn die seit dem 18. Jahrhundert stetig ansteigenden Bevölkerungszahlen zwangen in Verbindung mit der hier üblichen Realerbteilung zur Verbauung und Zerstückelung der großen Höfe.
Bei Nr. 49 eine Statue des hl. Nepomuk; sie stand früher in der Nähe der Erf und war dort 1760 vom letzten Miltenberger Scharfrichter errichtet worden.
In Nr. 35 wurden von der Ortsherrschaft, dem Mainzer Domkapitel, bis 1677 der Zehntwein und andere Naturalabgaben gesammelt.
Nr. 15 diente nach 1800 als Lehrerwohnung.