Um 3200 v. Chr. entstand auf dem Wannenberg über Bürgstadt eine bedeutende Siedlung der Michelsberger Kultur, die nach einer berühmten Fundstelle bei Bruchsal benannt wird. Diese Kultur gehörte zur Gruppe der Bandkeramiker, denen die typischen bänderartigen Verzierungen ihrer Keramik den Namen gaben. Diese Kolonisten rodeten die fruchtbaren Lößböden des Maintals. Um ihren Wohnplatz auf der Höhe errichteten sie einen Holz-Erde-Wall von noch nicht genau festgestellter Ausdehnung. Diese Besiedlungsphase erstreckte sich über etwa 250 Jahre.
Erst 1000 Jahre später kam es während der Urnenfelderzeit (1200-700 v. Chr.) zur erneuten Befestigung des Wannenberg-Areals. Damals errichtete man mehrmals Stein-Erde-Mauern, die mit 3,2 km Länge ca. 40 Hektar Land umschließen und den Kern des heute noch sichtbaren Walles bilden. Die Bevölkerung siedelte im Tal, der Berg diente lediglich als Fliehburg.
Noch in frühkeltischer Zeit (700-400 v. Chr.) nutzte man die Wannenberg-Anlage; das bewiesen Grabungen des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege 1987/88. Gleichzeitig rekonstruierte man auch die monumentale Toranlage aus der Zeit um 900 v. Chr.