Nummer auf der Übersichtskarte: 7
Nummer auf dem Stadtplänchen: 4

Das Schmuckstück Kleinheubachs ist zweifellos das Dientzenhofer-Schloss mit seinem weitläufigen Schlosspark.

Herausragend in Kleinheubach ist das Schloss der Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Geplant im spätbarocken Stil des Architekten Louis Remy de la Fosse (1659-1726) aus Darmstadt, wurde es ab 1723 durch Johann Dientzenhofer (1663-1726) aus Bamberg gebaut. Das gesamte Schlossensemble wurde erst 1732 durch den Baumeister Johann Jakob Rischer (1662-1755) aus Mannheim vollendet.

Die fürstliche Familie Löwenstein-Wertheim-Rosenberg bewohnt den rechten Flügel des Schlosses. Dort ist die katholische Schlosskapelle an den Butzenglas-Fenstern erkennbar, 1870 im Stil der Nazarener ausgemalt und fast original erhalten. Nach 1950 war das Schloss Tagungs- und Bildungszentrum der Deutschen Post. Inzwischen wird es als Seminarhaus genutzt und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Angeschlossen ist das Weingut Fürst Löwenstein mit einer Vinothek.