DenkOrt Deportation 1941 – 1944

…es geht um die Menschen, die aus den unterfränkischen Gemeinden verschleppt und ermordet wurden. Ihnen will man ein Denkmal an authentischem Ort setzen. Auf der Südseite des Würzburger Bahnhofsvorplatzes, direkt östlich des Kiliansbrunnens mit dem Straßenbahnring, ist deshalb ein Denkmal entstanden. Es besteht aus Koffern, Rucksäcken oder gerollten Decken, die an die paar Habseligkeiten erinnern, die die Deportierten bei sich hatten, als sie über den Hauptbahnhof oder den Aumühle-Ladebahnhof in unterschiedliche Konzentrationslager verschleppt wurden.

Ein Gepäckstück steht in Würzburg und das genaue Gegenstück dazu in dem Ort, aus dem die jüdischen Mitbürger verschleppt wurden.

Der Miltenberger Stadtrat hat sich für einen Koffer, den Georg Büttner aus Miltenberger Buntsandstein gefertigt hat, entschieden. Er steht seit Mitte April 2020 als Erinnerungsstück und Mahnmal vor dem Rathaus am Engelplatz.

(Text Helmut Demel)

Zudem erinnern in Miltenberg 44 Stolpersteine an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger, die von hier in die Vernichtungslager transportiert wurden.

Eröffnungsfeier des „DenkOrt Deportationen 1941 – 1944“ in Würzburg: